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Links: (v.l.) Martin Haaß, Jutta Werbelow, Rolf Schaude,
rechts: Jutta Werbelow und ihr Schlagzeug. (Fotos: Koss)
(ak) Auf Einladung des Kulturlabors konzertierten Die
Nachtigallen gestern Abend am Pulverturm. Petrus war ihnen hold, denn die
befürchteten Gewitter blieben aus und das Publikum durfte einen warmen
Sommerabend genießen. Dennoch waren die Plätze zu Anfang nur halb besetzt, im
Lauf des Abends aber kamen weitere Zuhörer. Die Bandmitglieder Martin Haaß, Jutta Werbelow und Rolf Schaude
kommen aus Wiesloch und Rauenberg und spielen seit
fast 12 Jahren zusammen. Die Chemie scheint zu stimmen, das Trio hat es
geschafft, die Leidenschaft für Musik in all den Jahren merklich zu erhalten.
Perfektes Zusammenspiel ohne die geringste Unsicherheit, fantasievolle
Interpretationen und sympathische Selbstironie kennzeichnen ihren Stil. Einzig
die mangelnde Klebkraft des Isolierklebebands bei hohen Temperaturen, mit dem
Jutta Werbelow ihre Schlagzeugkreation zusammenhält und umbaut, machte
gelegentlich Probleme.
Mit “Lean on me” von Bill Withers begann der
Abend, den die drei mit Anekdoten aus ihrem ganz normalen Leben würzten. Es
folgten „I can see clearly now“ von Johnny Nash und
das legendäre Sommerlied aus den 50ern “Under the boardwalk”. Mit „Ich liebe
Schuhe“ bewältigte Jutta Werbelow die eingeschränkte Schuhauswahl ihrer von
orthopädischen Einlagen traumatisierten Kindheit.
Auch ohne Verstärkung von Mikrofonen bezauberten Die Nachtigallen ihr Publikum,
bei einbrechender Dunkelheit erinnerten sie sich an ihre Zeit der Straßenmusik
in italienischen Hinterhöfen mit „Mamma mia, da mi cento
lire“. Sie ließen die Neue Deutsche Welle krachen mit
„Blaue Augen“ von Ideal, streiften Reggae, Bob Dylan, Cindy Lauper und
erinnerten mit einem Medley an die Filmmusik von „Grease“.
Die Zuhörer waren mitgerissen – klasse Stimmen, klasse
Interpretationen, tolle Ausstrahlung. Die Nachtigallen verabschiedeten sich mit
zwei Zugaben, zuletzt mit einem traurigen spanischen Lied über Mondschein,
Liebesschmerz und ewigliche Trennung. Wer die nicht aushält, kann sich über
weitere Auftritte und CD’s im Internet informieren.
25.06.05
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V.l.: Bergo Ibrahim (Diembe, Darbouka, Gesang), Diana
Hübner (Gesang), Berk Demiray
(Gitarre, Gesang), Helen Mannert (Geige, Akkordeon,
Gesang), Rainer Burgmer (Flöte, Dudelsack, Gesang)
(Foto: Koss)
(ak) Die Frage, ob das Wetter halten wird, wenn Dhalia’s Lane am Pulverturm
spielen will, war spannend bis zum Schluss. Aber die Band und das Kulturlabor
als Veranstalter bewiesen gestern Abend Mut und zogen sich nicht in
geschlossene Räume zurück. Die knapp 200 Gäste wurden belohnt mit einem Konzert
von mitreißender, temperamentvoller alter und neuerer irischer Musik in der
schönen Atmosphäre des Innenhofs am Pulverturm. Dhalia’s
Lane spielte viele Lieder der neuen CD „Hollymount“ - auch der Titel des Stückes, mit dem sie
begannen. Schnelle Rhythmen wie „Willy Taylor“ und getragene Balladen wie „The Town I Loved So Well“
wechselten und bald folgten die ersten Zuhörer ihrem Impuls, zu tanzen. Als Bergo Ibrahim den Regenmacher, eine Art großer Rassel,
spielte, kam der befürchtete Regen tatsächlich. Aber passend zur Herkunft der
Musik irisierte der kurze Sommerregen die Stimmung nur noch mehr und tat der
Begeisterung keinen Abbruch. Mal einfühlsam, mal in atemberaubendem Tempo
spielten Bergo Ibrahim auf den Trommeln, Berk Demiray die Gitarre, Helen Mannert ihre Geige und Rainer Burgmer
auf den Flöten und dem schwierig zu spielenden Dudelsack. Diana Hübner fügte
den Stücken gefühlvollen Gesang mit ihrer klaren Stimme bei. Auch exotische
Klänge beherrscht Dhalia’s Lane,
die Musiker zeigten es mit „Al Suk“, einem Lied aus
Ägypten, der Heimat Bergo Ibrahims.
Vielleicht tanzen die Iren so gern, weil es ihnen
dabei warm wird in ihrem kühlen Land und so waren auch gestern Abend
schließlich beinahe alle Gäste auf den Beinen, um hingebungsvoll
zu tanzen und begeisterten Applaus zu spenden.
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Oben "Unintended"
(l.) und "Crosscover", unten links "Simplex" und rechts
"Steampowered Aeroplane". In der Mitte Jam Session mit Miriam Back, Dieter Uhrig
und Helmut "Struppi" Rupp
(v.l.).(Fotos:Richter)
(hr) Mit einer rockigen Geburtstagsparty feierte gestern
Abend das Kulturlabor Eberbach e.V. sein 15-jähriges Bestehen. Der Verein war
im Sommer 1990 von jungen Musikern und Kulturinteressierten gegründet worden.
Die Initiatoren hatten Lücken im Eberbacher Kulturangebot ausgemacht und
wollten mit Veranstaltungen in Bereichen wie Rock, Pop, Jazz, Folk, Kleinkunst,
Film und Literatur neue Akzente setzen. Das Vorhaben gelang prächtig: Das
Kulturlabor ist mit bis zu 30 Events jährlich aus dem Eberbacher Veranstaltungkalender nicht mehr wegzudenken. Der Verein
zählt mittlerweile fast 400 Mitglieder. Im Jahr 1996 wurde das Kulturlabor
Eberbach vom damaligen Ministerpräsidenten Erwin Teufel als vorbildliche
Bürgeraktion in Baden-Württemberg ausgezeichnet.
Zur gestrigen Rock-Fete in der Galerie Artgerecht
hatten sich vier Bands zusammengefunden, die ohne Gage jeweils einstündige
"Geburtstagsständchen" spielten. "Steampowered
Aeroplane" machten mit einem Unplugged-Set
beliebter Pop- und Rock-Hits den Anfang.
Anschließend legten "Unintended"
mit ihrem eigenständigen Post-Grunge-Sound einen
fulminanten Auftritt hin. Richtig krachen ließen es
dann "Crosscover" mit Klassikern der härteren Rock-Schiene. Den
Abschluss bildete die Band "Simplex", die selbst schon seit 35 Jahren
musikalisch aktiv ist und sich für den gestrigen Abend ein außergewöhnliches
Programm aus ruhigeren Blues-, Rock- und Popstücken ausgesucht hat.
Nach Mitternacht jammten die
Musiker in wechselnden Besetzungen drauf los. Hier waren dann auch lokale Größen
wie Helmut "Struppi" Rupp,
Dieter Uhrig am Bass und die junge Sängerin Miriam
Back dabei.
In einem Quiz gab es freien Eintritt zum
Weihnachts-Rock-Festival 2005 und eine Flasche Sekt zu gewinnen. Gefragt war,
welche Band beim Weihnachts-Rock im Jahr 1999 nach der Vorgruppe "SubZ" spielte. Die richtige Lösung lautete "Miracle Men". Als Gewinnerin wurde Annette Hils gezogen.
24.07.05
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(Foto:Richter)
(hr) Einen Schuss Karibikfeeling
brachte die Band "Riddim Posse" am
Freitagabend nach Eberbach. In der Galerie Artgerecht hatte das Sextett aus
Barbados, Trinidad, Ghana und Deutschland leichtes Spiel mit dem gut gelaunten
Publikum. Bei satten Reggae-Beats, treibendem Soca und Calypso-Sound wippten die Füße automatisch mit,
und innerhalb weniger Minuten mutierte das Konzert zur Tanzparty.
Zum perfekten Südsee-Abend hätte das Open-Air-Ambiente am Pulverturm besser
gepasst, doch der gegen Abend einsetzende Regen zwang die
Kulturlabor-Organisatoren zum Umzug in die Galerie.
31.07.05
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French Connection: Jean-Yves
Jung, Nicole Metzger, Jean-Marc Robin, Wesley „G“ (v.l.)
(Foto: Koss)
(ak) Wetterbedingt wieder in der Galerie Artgerecht statt
am Pulverturm gastierten gestern Abend auf Einladung des Kulturlabors die
Jazzsängerin Nicole Metzger, Jazzorganist Jean-Yves Jung, Schlagzeuger
Jean-Marc Robin und Gitarrist Wesley „G“. Sie bilden seit Oktober 2004 die
„French Connection“ und stehen seither für
melodisch-virtuosen Jazz. Zu Gehör brachten sie gestern Stücke wie Gershwins „Our love is
here to stay“, Cole Porters
„Over the rainbow“ und auf speziellen Wunsch den „Summer Samba“.
Nicole Metzger ließ den Musikern viel Raum für zahlreiche Soli und das
instrumentale Stück „Ready and able“.
Nach einer Zugabe verabschiedete sich die „French Connection“
vom Eberbacher Publikum, das die Zuschauerstühle nur zu etwa zwei Dritteln
besetzte.
06.08.05